Wandern mit Hund – sicher unterwegs in den Alpen

Erfahrungsbericht & Produktempfehlungen aus erster Hand

Ich bin mit den Bergen aufgewachsen. Schon als Kind verbrachte ich meine Ferien mit meinen Eltern auf einer einfachen Alm mit Milchwirtschaft – weit weg vom Trubel, nah an der Natur. Diese Liebe zum Wandern hat mich mein Leben lang begleitet: von der Alpenüberquerung über mehrwöchige Trekkingtouren in Nepal bis hin zu unzähligen Tagestouren.

Seit fast 3 Jahren haben wir eine neue Weggefährtin: unsere Labradorhündin Wilma. Mit ihr erleben wir die Berge noch einmal ganz neu – intensiver, entschleunigter, aber auch mit neuen Herausforderungen.

Die Sache mit dem Weidevieh: Eine unterschätzte Gefahr

Unser erster gemeinsamer Urlaub führte uns an den Walchsee in Tirol. Wir hatten ein gemütliches Tiroler Haus gemietet und wollten Wilma langsam an das Wandern in alpinem Gelände gewöhnen. 

Wer mit Hund in den Bergen unterwegs ist, sollte wissen: Rinder mit Kälbern können sehr aggressiv reagieren, wenn ein Hund in ihre Nähe kommt. In vielen Fällen fixiert sich das Muttertier nicht nur auf den Hund, sondern greift auch den Hundeführer an – insbesondere dann, wenn der Hund an der Leine ist und nicht flüchten kann. Immer wieder kommt es zu schweren, sogar tödlichen Zwischenfällen.

Meine Lösung: Der Hunderucksack – Sicherheit für Mensch und Tier

Um solchen Situationen vorzubeugen, haben wir uns einen speziellen Hunderucksack zugelegt. Dieser ermöglichte uns, Wilma bei der Querung von Weiden sicher auf den Rücken zu nehmen. Überraschenderweise hat sie das Tragen im Rucksack schnell akzeptiert – vielleicht, weil sie instinktiv spürt, dass sie darin geschützt ist.


Dank dieses einfachen, aber effektiven Tricks sind unsere Touren deutlich entspannter geworden – für uns und die Tiere auf der Weide.


Meine Produktempfehlungen für das Wandern mit Hund:

Hier findest du einige Produkte, die ich selbst nutze und die sich auf vielen Touren bewährt haben:

  • Hunderucksack für mittelgroße Hunde.
    Ideal für Weidequerungen oder wenn der Hund müde ist – stabil, bequem und rückenfreundlich. 
  • Gut sitzendes Geschirr - fürs Wandern ist ein Geschirr oft die bessere Wahl als ein Halsband – es gibt deinem Hund mehr Bewegungsfreiheit und schützt ihn im Ernstfall vor Verletzungen, z. B. wenn er sich irgendwo verfängt.
  • Pfotenbalsam & Schutzschuhe
    Gerade auf steinigem oder heißem Untergrund unverzichtbar. Bei Hitze oder Kälte können empfindliche Pfoten schnell leiden.
  • Trinksysteme für unterwegs
    Leichte, faltbare Wassernäpfe und Trinkflaschen mit integriertem Napf.
  • GPS-Tracker für Hunde
    Falls dein Vierbeiner einmal die Nase zu tief ins Abenteuer steckt.
  • Erste-Hilfe-Set: Für kleine Blessuren, Zecken oder Insektenstiche – am besten ein Set speziell für Hunde.
  • Bergwanderführer mit Hund
    Tourenvorschläge, bei denen Weideflächen vermieden oder sicher umgangen werden.

Verhaltensregeln: Sicher wandern mit Hund (laut Alpenverein)

Damit Mensch und Tier entspannt und sicher durch die Berge kommen, hier ein paar goldene Regeln:

  • Hund immer unter Kontrolle halten – am besten an der kurzen Leine.
  • Weidetiere nicht bedrängen, Abstand halten, Umwege in Kauf nehmen.
  • Bei Angriff: Leine lösen, damit der Hund fliehen kann.
  • Kotbeutel nicht vergessen – Rücksicht auf Natur & andere Wanderer.
  • In Naturschutzgebieten besondere Vorschriften beachten.
  • Bei Begegnung mit Herdenschutzhunden: Nicht nähern, ruhig bleiben, umgehen.

 Mein Fazit:

Wandern mit Hund ist ein Erlebnis der besonderen Art – tief verbunden mit der Natur, mit deinem vierbeinigen Begleiter und oft auch mit sich selbst. Wer sich gut vorbereitet, auf Risiken achtet und die richtigen Produkte dabei hat, wird mit unvergesslichen Momenten belohnt.